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Preussen - 1555 - Joachim II.(1535-1571) - 1 Dreier / 1/84 Taler - s-ss

Preussen - 1555 - Joachim II.(1535-1571) - 1 Dreier / 1/84 Taler - s-ss
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Produktdetails

Joachim II, genannt Hector, wurde 1505 in Köln geboren und gehörte zum Geschlecht der Hohenzollern. Er war der älteste Sohn von Joachim I. Nestor und Prinzessin Elisabeth von Dänemark, Norwegen und Schweden. Die Mutter musste früh vor dem Vater fliehen, da sie sich den Lutheranern zugeneigt fühlte. 1524 heiratete er Prinzessin Magdalene von Sachsen. Sie bekamen 7 Kinder. 1532 führte Joachim II. im Türkenkrieg seine Soldaten und gewann die Schlacht. 1533 band Joachim I. Nestor seine Söhne im Hallischen Bündnis für immer an die katholische Kirche. 
1535 übernahm Joachim II. die Regentschaft nach dem Tode Joachim I. Nestors. 1534 verstarb Magdalene und Joachim ehelichte Prinzessin Hedwig von Polen. Sie bekamen weitere 5 Kinder. Er ließ eine prachtvolle Kirche bauen und begann 1538 mit dem Umbau des Schlosses. 
Zu Lebzeiten seiens Vaters vermachte dieser seinem jüngeren Bruder Johann bereits die Neumark. Joachim versuchte diese zurück zu bekommen, scheiterte aber und die Neumark blieb bis 1571 von der Mark Brandenburg abgetrennt. 1539 wurde die Mark wieder für die bis dato verbotenen Juden zugelassen, die aber eine hohe Steuer dafür zahlen mussten. 1539 führte Joachim II. eine neue Kirchenordnung ein, die die Priesterehe, den Kelch für Laien beim Abendmahl und die Lehre der Rechtfertigung einschloss. Ansonsten richtete man sich nach den katholischen Werten. Klöster und Stifte wurden säkularisiert.
1541 eroberten die Türken Budapest. Der Reichstag zu Speyer genehmigte 1542 Gelder für einen weiteren Feldzug gegen die Türken, den Joachim II. anführte. Nach kurzer Zeit brach das Fleckfieber unter den Soldaten aus und die Truppen zogen sich zurück. Der Name Hector brachte ihm von nun an für Spott und Hohn ein. 
Joachim II. ließ zahlreiche Gebäude errichten und legte den Stein für den Kurfürstendamm. Bis 1544 hatte er durch verschwenderische Hofhaltung einen Schuldenberg von 700.000 Reichstalern angehäuft. 
1558 trat er der Augsburgischen Konfession bei. Nach dem Tode seines Onkels Albrecht, erstrebte er Miterbe im Herzogtum Preussen zu werden. 1569 belehnte der König, der Joachims Schwager war, ihn und die Berliner Hohenzollern als erbberechtigt. Um wieder an Geld zu kommen, scheute er sich nicht, die Einwohner mit hohen Steuern zu belegen und Konfiskation zu betreiben. Ebenso verschlechterte sich das Münzmaterial. 
Kaufleute die außerhalb der Mark Ware importierten, mussten in gewogenem Edelmetall zahlen, da durch das minderwertige Material die einheimischen Münzen nicht mehr im Ausland akzeptiert wurden. Daraufhin verbot Joachim II. den Besitz und das Nutzen von Edelmetall. Wurde es dennoch bei den Bürgern gefunden, wurde es ersatzlos eingezogen. Edelmetall musste zu hohen Umtauschkursen verkauft werden. Märkische Juden mussten das Edelmetall teuer importieren und unter dem Einkaufspreis an den Kurfürsten abgeben.
1549 hatte seine Frau einen schweren Unfall, der sie von nun an an Krücken gehen ließ.
Joachim vergnügte sich von nun an öffentlich mit der bürgerlichen Anna Dieterich. Sie war die Frau eines Geschützgießers, die als die "schöne Gießerin" bekannt wurde. Sie bekamen mehrere Kinder miteinander. Seine Tochter Magdalena erhob er zur Gräfin. 
Joachim II. starb überraschend 1571 in Köpenick. Nachfolger wurde sein Sohn Johann Georg. Dieser übernahm die Schulden von 2,5 Millionen Gulden. Er bezichtigte den Kämmerer Lippold des Diebstahls. Dieser wurde aber davon freigesprochen. Daraufhin klagte er ihn an dem Giftmord und Zauberei an seinem Vater an. Lippold wurde hingerichtet und die Juden wieder aus der Mark vertrieben. Die "schöne Gießerin" wurde enteignet und im Juliusturm bis zu ihrem Tode 1575 gefangen gehalten. 

 

Art-Nr.:250-81505
Land:Preussen
Regent:Joachim II. (1535-1571)
Regierungszeit:1535 - 1571
Nennwert:1 Dreier / 1/48 Taler
Prägejahr:1555
Material:Silber
Katalog-Nr.:Baarnf. 360-75 - Neum. 618a
Erhaltung:s-ss
Gewicht (g):0,9
Durchmesser:16,2 mm

 

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