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Köln, Erzbistum - 1658 - Maximilian Heinrich von Bayern (1650-1688) - 2 Albus - ss-vz

Köln, Erzbistum - 1658 - Maximilian Heinrich von Bayern (1650-1688) - 2 Albus - ss-vz
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Produktdetails

Maximilian Heinrich von Bayern wurde 1621 in München geboren. Er war das 4. Kind von Herzog Albrecht VI. von Bayern-Leuchtenberg und Mechthildis von Leuchtenberg und aus dem Hause Wittelsbach. Bereits als Baby wurde er Domherr in Köln (1622), Konstanz (1626), Straßburg (1626), Halberstadt (1627), Brixen (1629), Salzburg (1629), Münster (1629), Hildesheim (1632), Lüttich (1641) und Paderborn (1657) und stieg in vielen diesen Orten die Laufbahn hinauf. 
1637 kam er zu seinem Onkel Erzbischof Ferdinand und wurde Probst des Stiftes St. Gereon bis 1650. Nach dem Gymnasium studierte Maximilian Heinrich in Köln und Löwen katholische Theologie. Er war ein frommer, menschenscheuer und misstrauischer Mensch. Mätressen hatte er keine. Von 1673 bis 1683 zog er sich in die Abtei St. Panteon in Köln zurück um in Alchemie zu forschen. Maximilian Heinrich sammelte Münzen, Gold und Edelsteine. Schon seit seiner Jugend war er dafür bekannt ein Profi im Schleifen von Edelsteinen zu sein. 
In der Politik verließ er sich weitesgehend auf Berater und besonders auf seine Brüder Franz Egon von Fürstenberg und Wilhelm Egon von Fürstenberg. Diese vertraten die französischen Interessen, da beide im Dienste Ludwig XIV. standen. 
Nach dem Tode seines Onkels Ferdinand 1650 wurde er dessen Nachfolger als Erzbischof von Köln, Bischof von Lüttich und Hildesheim, sowie Administrator des Stiftes Berchtesgaden und Koadjutor von Wilhelm von Bayern, dem unehelichen Sohn von Erzbischof Ernst von Bayern. Maximilian Heinrich war ebenfalls der weltliche Herrscher des Hochstiftes Münster, nicht aber der Bischof des Bistums.
Er förderte die Orden der Jesuiten und der Franziskaner. Der Erzbischof plante den Kölner Dom zu erweitern, dazu kam es jedoch nicht. Er spendete u.a. eine Monstranz für die Schatzkammer des Domes und sorgte für die Ausgestaltung der Dreikönigskapelle. 
1658 trat Kurköln dem Rheinischen Bund bei. Der zeitweise geflohene Kardinal Mazarin fand bei Maximilian Heinreich Asyl. Es wurden mehrere Geheimverträge mit Frankreich geschlossen, die mit großen Geldzahlungen von Frankreich an Kurköln gingen. Man forderte Stellung von Truppen Kurkölns, um das Aufmarschgebiet gegen die Niederländer zu vergrößern und besetzte Gebiete zurückzugewinnen und zu rekatholisieren. Das Gebiet wurde zur Zielscheibe des Krieges beider Seiten. 1673 flüchtete Maximilian Heinrich nach Köln und um ein Jahr später einem Friedensvertrag mit den Niederlanden zuzustimmen. Bonn, Neuss, das Herzogtum  Westfalen und Werl waren bereits eingenommen. Seine Berater banden das Land immer stärker an Ludwig XIV.. Der Krieg stürzte Kurköln in tiefe Schulden. Bis 1672 wurde ein Teil beglichen, Burgen und Schlösser ausgelöst und verpfändete Besitztümer zurückbekommen. Ab dem Hollänischen Krieg 1672 nahmen die Finzanzprobleme wieder zu. 
Im Herzogtum Westfalen, das zu Kurköln gehörte, wurden zahreiche Gesetze und Verordnungen erlassen. Es gab eine Erlaubnis für einen Jahrmarkt in Brilon, die Elementarschulordnung, eine Zollverordnung, ein Judenprivileg in Arnsberg und eine Brandordnung ab 1672.  
Ebenso ließ er eine eigene konkurrierende Saline in Werl anlegen. Der Streit ging bis ans Reichskammergericht, ohne dass bei Lebzeiten eine Einigung stattfand. 1667 schenkte der Kurfürst auf dem Landtag der Stände den Arnsberger Landständepokal. Als Folge wurde dem Herzogtum eine eigene Regierungs-, Rats- und Rechtsordnung und das Führen eines eigenen Siegels bewilligt.
Durch Bestechung sollte Maximilian Heinrich Bischof von Münster werden. Papst Innozenz XI. verweigerte ihm aber die Bischofsweihe, so dass er nur Herrscher in Münster war. Das Bistum Münster hat er nie besucht. 
Seit 1680 dachte der kränkliche Kurfürst über seinen Nachfolger nach. Statt seines Verwandten Joseph Clemens, bevorzugte er Wilhelm Egon von Fürstenberg. Sowohl der Kaiser, als auch der Papst verweigerten die Zustimmung. 
Maximilian Heinrich starb 1688 in Bonn und wurde in der Dreikönigskapelle des Kölner Doms beigesetzt. Seine Eingeweide wurden in der Jesuitenkirche bestattet und sein Herz in der Altöttinger Gnadenkapelle. Nachfolger des Bistumsstreites wurde doch Joseph Clemens von Bayern. 

 

Art-Nr.:250-81486
Land:Köln
Gebiet:Erzbistum
Regent:Maximilian Heinrich von Bayern (1650-1688)
Regierungszeit:1650 - 1688
Nennwert:2 Albus
Prägejahr:1658
Material:Silber
Katalog-Nr.:Noss 354 ff.
Erhaltung:ss-vz
Gewicht (g):1,5
Durchmesser:20,3 mm

 

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