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Preussen - 1871 C - Wilhelm I. (1861-1888) - 2 Pfennig - f.vz

Preussen - 1871 C - Wilhelm I. (1861-1888) - 2 Pfennig - f.vz
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Produktdetails

Wilhelm Friedrich Ludwig von Preussen wurde 1797 in Berlin geboren. Er war der 2. Sohn von Kronprinz Friedrich Wilhelm III. von Preussen und Herzogin Luise von Mecklenburg.
Da sein älterer Bruder Friedrich Wilhelm IV. vor ihm in der Thronfolge stand, bekam dieser größere Aufmerksamkeit in der Erziehung. Wilhelm hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Bruder und seiner Mutter. Sein Vater sah für ihn eine militärische Laufbahn vor. Schon als Kind trug er uniformähnliche Kleidung und interessierte sich für das Militär. 1806 floh er mit seinen Geschwistern vor den Franzosen nach Memel. Als 9jähriger wurde Wilhelm zum Offizier ernannt. Er bekam eine Uniform und den Schwarzen Adlerorden verliehen. Ein Jahr später trat er dem Garderegiment zu Fuß bei. Nach Meinung der Königin war der junge Wilhelm seinen Aufgaben noch nicht gewachsen.
Auf eigenen Wunsch ließ Friedrich Wilhelm III. seinen Sohn Wilhelm 1813/14 in den Krieg gegen Frankreich ziehen. Der König wurde ständig über das Wohlbefinden und die Erfolge seines Sohnes in Kenntnis gesetzt. 1814 kämpfte er zusammen mit seinem Vater.  Dafür bekam der Prinz das Eiserne Kreuz und den St. Georgen-Orden. Schnell stieg er in der militärischen Rangfolge auf. Er wurde Berater in politischen Fragen bei seinem Vater. Wilhelm nahm sich Russland als Vorbild für autokrate Regierung. Er glaubte an Verschwörungen des Volkes an der Monarchie.
1829 heiratete er Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, sie war die Nichte von Zar Nikolaus I. von Russland. Sie bekamen 2 Kinder. Die Ehe war unglücklich, da Augusta liberal eingestellt war. In Folge des Aufstandes in Russland und der Julirevolution in Frankreich hatte Wilhelm eine große Revolutionsangst. In der Öffentlichkeit wurde der Prinz als Kartätschenprinz bezeichnet, da er gewaltsam gegen Demonstraten vorging. 1849 ließ er die Revolution in der Pfalz und in Baden mit aller Macht niederschlagen. Dann merkte er, dass diese Regierungsform ihm nicht lag, und mäßigte sich. Den deutschen Nationallismus betrachtete er als Instrument der preussischen Krone. 
1858 erkrankte Wilhelms regierender Bruder Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm übernahm die vorläufige Regentschaft. In dieser Zeit hoffte man auf eine neue Ära. Im Jahre 1861 starb Friedrich Wilhelm IV. kinderlos und Wilhelm I. übernahm den Thron durch Selbstkrönung. Der neue König wollte eine konservative Heeresform aufstellen, doch endete dies in einem Streit mit dem Abgeordnetenhaus zu einem Verfassungskonflikt. 1862 wurde Otto von Bismarck von ihm zum preussischen Ministerpräsidenten ernannt. Mit dessen Unterstützung wurde der Konflikt 1866 beigelegt und durch die drei Einigungskriege wurde eine große Machtsteigerung hervorgerufen. 
Nach der Reichsgründung 1871 wurde König Wilhelm I. zum ersten deutschen Kaiser. Ab den 1870ern übernahmen vornehmlich seine Politiker, altersbedingt, die Regierungsgeschäfte. Er selbst übernahm nur noch repressentative Aufgaben. In den nächsten Jahren verschlechterte sich sein Gesundkeitszustand. Wilhelm I. starb 1888 im Alter von 90 Jahren. Er wurde für 3 Tage im Berliner Dom aufgebahrt und mehrerr 100.000 Menschen nahmen Abschied von ihm. Im Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg wurde er neben seinen Eltern beigesetzt.  Nachfolger wurde sein einziger Sohn Friedrich III., der aber schon nach 99-Tagen an Kehlkopfkrebs starb. 1888 ging als das 3-Kaiser-Jahr in die Geschicht ein. Wilhelm II., der Enkel Wilhelms I. war der letzte Kaiser von  Preussen.

 

Art-Nr.:250-64044
Land:Preussen
Regent:Kaiser Wilhelm I. von Preussen
Regierungszeit:1861 - 1888
Nennwert:2 Pfennig
Prägejahr:1871 C
Material:Kupfer
Erhaltung:f.vz

 

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Numismatische Ausdrücke / Zeichenerklärung